Daimlers Elektro-Lastwagen

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Lange haben Dieselfahrer gezittert, nun gibt es Gewissheit: in vielen deutschen Städten könnten bald Fahrverbote für Dieselfahrzeuge eingeführt werden. Der Grund dafür liegt hauptsächlich an der immensen Luftverschmutzung in einigen Stadtkernen. Doch nicht nur Dieselfahrer haben Grund zur Sorge. Die Preise für Rohöl steigen immer weiter. Gleichzeitig machen sich Bürger und Regierungen der ganzen Welt große Sorgen um das Klima. Trotz des Pariser Abkommens scheint der Klimawandel unaufhaltsam heranzuschreiten. Daher ist es kein Wunder, dass in den letzten Jahren die Suche nach kreativen Lösungen für diese Probleme immer intensiver wird. Einige Firmen haben bereits angefangen, sich mit alternativen Technologien zu beschäftigen. Tesla feilt zum Beispiel schon seit Jahren an zuverlässigen Elektroautos und profitiert dabei von großzügigen Subventionen. Die Deutsche Post hat sogar einige städtische Zusteller mit Elektrotransportern ausgestattet. Doch auch andere Unternehmen haben mittlerweile die Vorteile der Elektromobilität entdeckt. Zu diesen gehört auch Daimler, der milliardenschwere Konzern aus Stuttgart.

Mit dem Elektro-Lastwagen in die Innenstadt?

Ein Problem, auf das öfters bei Diskussionen zur steigenden Luftverschmutzung hingewiesen wird, ist der Lieferverkehr. Schließlich ist dieser für die meisten Städte essentiell. Doch LKWs und Kleintransporter stoßen teilweise noch mehr giftige Stoffe aus, als kleinere PKWs. Somit haben die Städte zwei Möglichkeiten. Entweder sie machen eine Ausnahme für den Lieferverkehr und haben weiterhin mit Schadstoffen zu kämpfen, oder sie verbieten alle älteren Diesel und verlieren somit den Zugang zu wichtigen Gütern und Dienstleistungen. Die Städte können also eigentlich nur verlieren. Doch es gibt eine alternative Lösung. Denn nicht nur PKWs und Kleintransporter können durch Elektromotoren angetrieben werden. Dank neuer technischen Errungenschaften ist es ebenfalls möglich, Lastwagen mit Elektroantrieb kostengünstig und umweltfreundlich herzustellen. Wenn der Lieferverkehr keine Schadstoffe ausstößt, gibt es keinen Grund ihn zu verbieten. Die Städte bräuchten sich also keine Sorgen mehr über Versorgungsengpässe machen und könnten gleichzeitig alle Grenzwerte einhalten. Einen möglichen Hersteller für Elektro-LKWs gibt es bereits. Daimler hat nämlich bereits einige LKWs mit Elektroantrieb produziert. Sie müssen nur noch getestet werden.

Der neue eActros

Schon 2016 wurde der erste „eActros“ von Daimler produziert. Den Elektro-Lastwagen gibt es in zwei Gewichtsklassen. Die kleineren wiegen 18 Tonnen, die größeren Modelle bringen ganze 23 Tonnen auf die Waage. Solche Giganten können die städtische Versorgung ohne große Umstellungen gewährleisten. Einige Firmen testen die neuen LKWs bereits. Dazu gehören Edeka und Hermes. Diese erste Testphase soll ein Jahr dauern. Danach wird eine weitere Testphase folgen. Spätestens im Jahr 2021 soll der eActros dann auf den Markt kommen. Das ist zwar etwas später als ursprünglich geplant, doch die Auswirkungen auf den städtischen Verkehr werden sicherlich trotzdem immens sein. Ob Lebensmittel, Schuhe oder Möbel, Städte sind vom Lieferverkehr abhängig, und dieser besteht nun mal größtenteils aus LKWs. Doch nicht nur Städte können von den neuen Elektro-LKWs profitieren. Auch kleinere Ortschaften, die regelmäßig von den Brummis durchkreuzt werden, haben Grund zur Freude. Denn auch hier können die Luftwerte durch Elektro-LKWs verbessert werden.