Lenkzeiten

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Für LKW-Fahrer gelten nicht nur im Bezug auf den Führerschein besondere Regeln, die andere Verkehrsteilnehmer nicht, oder nur bedingt betreffen. Da vor allem Fernfahrer oft lange Strecken zurücklegen müssen, und LKWs im Normalfall deutlich schwerer beladen sind als ein PKW und entsprechend anders auf Beschleunigung und Bremsen reagieren, müssen die Fahrer diverse Regeln beachten, die nur für sie gelten.

Die wohl wichtigste und bekannteste dieser Regeln ist die der Lenkzeiten.

Was sind die Lenkzeiten?

Für LKWs und Busse sind sogenannten Lenk- und Ruhezeiten festgelegt. Basierend auf einer statistischen Erhebung von Unfallursachen sollen die beschränkten Lenkzeiten Fahrer vor Übermüdung schützen. Denn einer amerikanischen Studie zufolge steigt die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls nach 8 Stunden Fahrtzeit auf 25%.

Daher wurde für Europa die sogenannte „Tageslenkzeit“ auf maximal 9 Stunden pro 24 Stunden festgelegt. Zweimal die Woche darf diese auf 10 Stunden ausgedehnt werden. Spätestens nach 4,5 Stunden muss der Fahrer jedoch in jedem Fall eine Pause von mindestens 45 Minuten einlegen, nach der Tageslenkzeit müssen mindestens 9 Stunden ununterbrochen pausiert werden. Insgesamt dürfen LKW-Fahrer pro Woche maximal 56 Stunden fahren. Überprüft wird dies durch einen Fahrtenzähler, den jeder LKW eingebaut hat und der speziell gegen Manipulation gesichert ist.