Truck-Rennen: schnelle Riesen

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Wer einmal auf der Autobahn hinter einem LKW stecken geblieben ist weiß: die Riesen der Straße sind vor allem den Berg hinauf extrem langsam. Da vermutet man eher weniger, dass LKWs verdammt schnell über eine Rennstrecke rasen – mit bis zu 270 km/h könnte der Renault Race Truck von Mark Oestreich fahren, wäre er nicht streckenbedingt auf 160 km/h begrenzt. In gerade einmal 2,8 Sekunden beschleunigt der 5,5 Tonnen schwere LKW von null auf 100 und ist damit schneller als manche Sportwagen.

Durch und durch beeindruckend

Aber das ist nicht der einzige Punkt, in dem Racing Trucks beeindrucken können. Auch im Bezug auf PS und Drehmoment sehen selbst Supercars wie der Bugatti Veyron oder der Lamborghini Aventador blass aus: 1140 PS sorgen hier für ein Drehmoment von 6000 Newtonmeter, wenn man das Gaspedal durchtritt. Um mit einem normalen Auto zu vergleichen: Ein Opel Corsa oder Astra kommt auf je 110 Newtonmeter, ein Mercedes C 63 AMG kommt auf 450 bis 600 Newtonmeter je nach Drehzahl und Tuningstufe.

Was die Racing Trucks noch beeindruckender macht als ihre Statistiken ist übrigens die Tatsache, dass für einen Racing Truck nur original LKW-Teile aus der Serienfertigung genutzt werden dürfen und keine eigens gefertigten, für maximale Geschwindigkeit ausgelegten Komponenten. Natürlich kann ein gewiefter Techniker diese Regel mit ein paar Kunstgriffen etwas ausweiten – was das Endergebnis aber nicht weniger beeindruckend werden lässt.

Der deutsche Truck Grand Prix

Vom 29. Juni bis 01. Juli 2018 kann man die Renntrucks übrigens live begutachten. Beim ADAC Truck Grand Prix auf dem Nürburgring treten Fahrer aus aller Welt gegeneinander an um zu zeigen, wer der beste Fahrer ist – und welcher Hersteller die besten LKWs baut.